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Neue Studie zu Minijobs


Das Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend veröffentlichte die Tage eine Studie mit dem Thema “Frauen im Minijob”. Klares Ergebnis der Studie: Für Frauen sind Minijobs als Haupterwerb im Endeffekt ein Programm zur Erzeugung lebenslanger ökonomischer Ohnmacht und Abhängigkeit.
Außerdem ist auch die Rede von massiven Verstößen gegen das Arbeitsrecht. So nahmen z.B. nur zweit Drittel der Befragten bezahlten Urlaub, teils wegen fehlenden Wissens, teils weil der Vorgesetzte dies verweigerte. Ähnlich sieht es bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall aus.
Die Studie könnt ihr HIER online einsehen und runterladen.

Stressreport 2012

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Gestern veröffentlichte die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) den Stressbericht 2012. Zur Erstellung dieses Berichts wurden in den Jahren 2011/2012 ca. 20.000 Erwerbstätige zu den Themen Arbeitsbedingungen, Beanspruchung und gesundheitlichen Beschwerden befragt. Das Ergebnis dieses Berichts machen schon die ersten beiden Sätze der Presseerklärung der BAuA deutlich:
“Psychische Belastung ist in der deutschen Arbeitswelt nach wie vor weit verbreitet. Häufig sind die Beschäftigten Multitasking, Zeitdruck, Monotonie und Störungen bei der Arbeit ausgesetzt.”

Hier die Presserklärung und der Bericht (als PDF).

Immer mehr Minijobs

Oberhausen.Fünf Jahre lang zog Natascha S. ihren Sohn auf, jetzt, wo dieser im Kindergartenalter ist, will die 23-Jährige eine Ausbildung machen. Am liebsten würde sie Tierarzthelferin werden. Doch es ist nicht einfach für S., die vor neun Jahren aus Russland kam und ihren wahren Namen nicht nennen will. Die Hauptschule hat sie geschafft, als Bürohilfe gearbeitet und auch ihr Deutsch ist gut. Was ihr fehlt, ist eine Chance. Den Einstieg in das Berufsleben soll ihr jetzt ein Minijob erleichtern.
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Minijobber abgehängt

Minijobs führen in die Armutsfalle. Die Stundenlöhne sind dort im Durchschnitt um die Hälfte geringer als die Gehälter von Vollzeitbeschäftigten. Diesen Mißstand belegen gleich drei gestern veröffentlichte Studien im Auftrag des gewerkschaftsnahen Wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI). Die Frankfurter Rundschau und die Berliner Zeitung hatten darüber vorab in ihren Donnerstagsausgaben berichtet. Rund 88 Prozent der Minijobber arbeiteten im Jahr 2009 zu Niedriglöhnen. Das bedeutet im Westen für weniger als 9,76 Euro pro Stunde und im Osten unter 7,03 Euro.
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