Tag Archives: Jung und Billig

Lust auf ein Interview?

In den letzten Tagen erhielten wir von zwei großen TV-Sendern Anfragen, ob wir u.a. Minijobbende vermitteln könnten, die es besonders hart in Punkto Lebenhaltung haben (Leben an oder unter der Armutsgrenze trotz Arbeit, mehrere Minijobs etc.), um diese zu interviewen. Die Anfragen kommen von den TV-Sendern CNN Berlin und Fuji TTV (japanischer Privatsender). Die Interviews dienen jeweils der Berichterstattung zu den Bundestagswahlen. Wer Interesse hat kann sich bei uns melden und wir vermitteln den Kontakt weiter: info@minijob.cc

Jung und billig – dank der SPD

Am kommenden Samstag feiert die SPD ihr 150 jähriges bestehen. Gerade wir als Minijobbende haben da auch ein paar “dankende” Worte zu entrichten (für mehr: www.150-jahre-spd.net):

Wir von der Jung-und-Billig-Kampagne wollen uns nun auch endlich mal bei der SPD bedanken. Ohne eure mutige Minijob-Reform im Jahr 2003 hätten wir
wahrscheinlich nicht den Elan bekommen, unsere Kampagne zu starten und würden wohl auch nicht so viel Zuspruch bekommen.
Schon damals hattet ihr erkannt, dass die niedrigen Löhne ein großes Problem bei geringfügiger Beschäftigung waren. Durch haarscharfe Analysen konntet ihr aber die Ursache des Problems heraus finden: die Bosse dieses Landes würden ja gerne höhere Löhne zahlen, jedoch würden dann viele Arbeitnehmende oberhalb der Minijob-Grenze verdienen – und das will ja niemand. Doch dank so vieler kluger Köpfe im Willy-Brandt-Haus konnte auch dieses Problem auf einfache und geniale Weise gelöst werden. So wurde die Verdienstobergrenze von Minijobs auf 400 Euro angehoben, um dadurch den vor Ungeduld fast platzenden Arbeitgebenden endlich die Möglichkeit zu gewähren, die Löhne anzuheben. Continue reading

DGB springt auf’s Trittbrett auf

‘Bestehende Strukturen nutzen, bestehende Strukturen nutzen’ werden unabhängigen Gewerkschaftsinitiativen und Betriebsgruppen häufig von DGB-Gewerkschaftler*innen gemahnt, wenn erstere versuchen, kämpferischere Praktiken in Betriebe zu tragen, als das der DGB so tut. Erstmal ist das Motto ‘bestehende Strukturen nutzen’ auch gar nicht so doof. Schließlich spart das Kapazitäten und Ressourcen und es werden Konflikte innerhalb der Arbeitnehmerschaft vermieden, welche deren eigentlichen Zielen nur im Wege stehen. Deshalb wird es ganz sicher auch ein Missverständnis sein, dass der DGB jetzt eine Minijob Kampagne begonnen hat, ohne vorher mit der inzwischen seit über anderthalb Jahren bestehenden Jung und Billig Kampagne der ASJ in Kontakt zu treten. Bestimmt! Wir freuen uns bereits auf den Anruf.

Release: Handbuch für Minijobbende


Es ist endlich so weit: In Berlin wird unser kleines Handbuch für Minijobbende veröffentlicht. Neben der Vorstellung, was alles darin zu finden ist, wird es generelle Infos zu unserer Kampagne und aktuellen Themen rund um Minijobs gehen.

Ab 19 Uhr im BAIZ, Christinenstraße 1 in Berlin (U Rosa-Luxemburg-Platz)

Hier gehts zur Facebook-Veranstaltung

Und für alle die schnell bisschen was über uns erfahren wollen: RADIOINTERVIEW

Jung und Bielefeld?

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Jung und billig unterwegs

Neulich, Ecke Goehtestraße

Wer sich organisieren will, muss ins Gespräch kommen. Ein Merksatz der nicht nur im eigenen Betrieb gilt, sondern auf alle Situationen gewerkschaftlicher Kampagnenarbeit passt. Von daher schien es nur konsequent unser Kampagnenmaterial zu packen und raus zu gehen, in die Fußgängerzonen Berlins und MinijobberInnen auf ihre Situation anzusprechen.
Unser Ziel war es nicht nur „Jung und Billig“ bekannter zu machen. Vielmehr interessierte es uns, wo andere MinijobberInnen ihre Probleme verorten, ob sie Handlungsbedarf sehen, und ob wir ihnen gleich an Ort und Stelle weiterhelfen könnten. Continue reading