Kündigung

Kündigungsschutz
Generell ist es wichtig zu wissen, dass für MinijobberInnen der selbe Kündigungsschutz wie für regulär beschäftigte ArbeitnehmerInnen gilt. Dies betrifft das allgemeine Kündigungsschutzgesetz (KschG) und den besonderen Kündigungsschutz wie beispielsweise das Mutterschutzgesetz (MuSchG), das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) und nach dem Neunten Sozialgesetzbuch (SGB IX Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen).

In der Regel ist es so: Wenn in einem Betrieb mehr als zehn Personen angestellt sind (Auszubildende werden nicht dazu gerechnet) und das für mindestens sechs Monate, gilt in diesem Betrieb das Kündigungsschutzgesetz. Hierbei werden teilzeitbeschäftigte Angestellte anteilig berücksichtigt. Bei bis zu 20 Wochenstunden als halbeR ArbeitnehmerIn, bei bis zu 30 als 0,75teR.
Eine Kündigung ist nur dann rechtswirksam, wenn entweder das Verhalten der/des Angestellten Gründe für die Beendigung des Arbeitsverhältnis bieten, oder aber dringende betriebliche Erfordernisse der Weiterbeschäftigung der/des Angestellten im Wege stehen. Allerdings lassen diese Rechtfertigungen viel Spielraum für deineN ChefIn, weshalb Solidarität mit anderen Angestellten, die vielleicht gerade mit schwammigen Kündigungsgründen abgespeist werden, außerordentlich wichtig ist.

Kündigungsfristen
Sowohl du als AngestellteR, als auch deinE ChefIn hat die gesetzliche Grundkündigungsfrist einzuhalten. Sie beträgt vier Wochen, gerechnet bis zum 15. des Monats oder bis zum Ende des Kalendermonats. Wenn du als vorübergehende Aushilfe eingestellt bist, kann eine kürzere Frist einzelvertraglich geregelt werden.
Sobald dein Arbeitsverhältnis länger als zwei Jahre andauert, verlängern sich die Kündigngsfristen für deineN ChefIn, sofern sie oder er mehr als 20 Angestellte beschäftigt und nicht individuell eine vierwöchige Kündigungsfrist vereinbart hat.
In deiner Probezeit, die nicht länger als sechs Monate sein darf, beträgt die Kündigungsfrist zwei Wochen.
Bei Tarifverträgen können die Kündigungsfristen abweichen.

Form der Kündigung
Eine Kündigung ist nur in Schriftform rechtskräftig (§623 BGB)

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *