Vorschriften

Arbeitskleidung
Wenn nicht anders im Arbeits- oder Tarifvertrag festgelegt, kannst du verpflichtet werden die Anschaffungs- und Reinigungskosten für vorgeschriebene Dienstkleidung selbst zu tragen, es sei denn es handelt sich um Uniformen, Sicherheitskleidung (die durch die Berufsgenossenschaften vorgeschrieben werden) oder Schutzkleidung (hierbei nicht immer), die die eigene Kleidung vor Verschmutzung schützen soll. Anfallende Kosten sind von der Steuer absetzbar, wenn die Kleidung nur für den Beruf nutzbar ist.
Geschlechtergetrennte Räume zum Umkleiden sowie abschließbare Schränke zum Aufbewahren von Kleidung und Wertgegenständen müssen zur Verfügung gestellt werden. Die Schränke können nach Ankündigung kontrolliert werden.

Vorschriften für allgemeines Auftreten
…können unter bestimmten Umständen verhängt werden. Beispiele hierfür sind Tabak- und Alkoholverbot in der Arbeitszeit, aber auch Vorschriften über äußerliche und sehr persönliche Dinge wie Frisuren und Bärte.

„Gesundheitszeugnis“
Wann immer du in deinem Beruf mit Lebensmitteln umgehst, also beispielsweise in der Gastronomie arbeitest und sie zubereitest, verkaufst oder als KellnerIn mit ihnen in Berührung kommst, benötigst du ein Gesundheitszeugnis, welches auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes (§42, §43) ausgestellt wird.
Der/Die ArbeitgeberIn muss ihre ArbeitnehmerInnen bei Arbeitsantritt über das Gesundheitszeugnis informieren und darf sie nicht einstellen, sofern sie nicht in Besitz eines solchen, gültigen Arbeitszeugnisses sind.
Die Bescheinigung erhältst du beim Gesundheitsamt, nachdem du an einer Belehrung teilgenommen hast. Diese beinhaltet Informationen insbesondere über die Tätigkeitsverbote und Grundsätze der Lebensmittelhygiene und wird von einem Arzt/einer Ärztin durchgeführt, der/die vom Gesundheitsamt beauftragt wurde.
Die Bescheinigung darf vor Arbeitsantritt nicht älter als drei Monate sein und ist unbefristet gültig. Allerdings muss deinE ChefIn dich jährlich erneut belehren und dies schriftlich dokumentieren.
Leider ist so ein Gesundheitszeugnis kostenpflichtig, die Kosten werden auch nicht von Krankenkassen übernommen. In Berlin beträgt der Preis beispielsweise 20€ für eine Gruppenbelehrung und 36€ für eine Einzelbelehrung. Wenn du im Zuge einer ehrenamtlichen Tätigkeit ein Gesundheitszeugnis benötigst, werden dir die Kosten erlassen. Jedoch gilt es dann auch nur für die Dauer der Tätigkeit und verfällt danach.

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