Lohn

Der Lohn ist das, warum wir arbeiten gehen, deshalb sollte auf einige Dinge geachtet werden, damit man sein wohl verdientes Geld auch bekommt.

Schriftlicher statt mündlicher Vertrag
Eine der ersten Informationen, die man bei einem neuen Job bekommen will, ist wie hoch denn der Stundenlohn ist. Hinsichtlich der Lohnhöhe ist es von großem Vorteil, wenn man einen schriftlichen Vertrag aushandelt, denn bei einem mündlichen Vertrag kann einE ArbeitgeberIn dir einen noch so hohen Lohn versprechen, wenn am Ende des Monats weniger bezahlt wurde, stehst du rein rechtlich mit leeren Händen da (trotzdem gibt es Wege sich zu wehren und den zustehenden Lohn auch zu bekommen).

Brutto nicht unbedingt gleich Netto
Der Lohn, der mit dem Boss ausgehandelt wurde, ist der Bruttolohn, also unversteuert. Vor dem Jahr 2013 entsprach der Brutto- immer auch dem Nettolohn. Doch seit 1. Januar 2013 gehen 3,9% deines Bruttolohnes an die Rentenversicherung. Falls du das nicht willst, musst du während der ersten zwei Wochen deines Arbeitsverhältnisses einen Brief an die Geschäftsleitung gereicht haben, in dem du dich „ von deiner Rentenversicherungspflicht befreist“, diese Befreiung gilt dann auch für jeden weiteren Minijob, den du hast.

Grundsatz der Gleichbehandlung
Für gleiche Arbeit soll es gleichen Lohn geben, das ist der Gedanke des Grundsatzes der Gleichbehandlung. Wenn du z.B. als Aushilfskraft arbeitest, dann sollte der Bruttostundenlohn bei dir, anderen Aushilfskräften aber auch bei Vollzeitbeschäftigten im Betrieb gleich sein, sofern die gleiche Arbeit verrichtet wird. Menschen mit abgeschlossenen Ausbildungen, oder die schon seit mehreren Jahren im Betrieb arbeiten, dürfen mehr bekommen, sonst gilt aber der oben beschriebene Grundsatz.
Gibt es einen, in deinem Betrieb gültigen, Tarifvertrag der einen höheren Lohn für deinen Job vorsieht, steht dir dieser Lohn nur zu, wenn du Mitglied in der Gewerkschaft bist, die den Tarifvertrag abgeschlossen hat. Manche Tarifverträge, die garnicht in deinem Betrieb geschlossen wurden, sind aber von Gerichten für allgemeingültig erklärt worden (mehr unter Tarifvertrag).

Regelmäßigkeit
Eine verspätete Lohnzahlung ist ein häufiges Problem. Du hast ein Anspruch darauf, dass dein Lohn in regelmäßigen Abständen gezahlt wird, alles andere ist nicht zulässig. Ob dein Lohn jetzt am Anfang des Monats oder in der Mitte gezahlt wird, musst du am Anfang mit dem/der ChefIn klären, soweit es nicht in deinem schriftlichen Vertrag drinsteht.

Lohnzuschläge
Lohnzuschläge kannst du z.B. bei Nacht-, Wochenend-, Feiertagsarbeit oder Überstunden bekommen. Dies muss aber in einem Tarifvertrag oder am besten in deinem Arbeitsvertrag geregelt sein. Ohne einen schriftlich vereinbarten Lohnzuschlag hast du auch nicht das Recht darauf (kannst es dir aber erkämpfen).

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